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Gleichwohl setzten Schweden und England das vermit-telnde Geschäft unverdrossen fort, und im Jnlins 1676war man bereits so weit gekommen, daß Leopold!, selbstfür Franz Egon, als'Reichsfürst und Bischof zu Straß-bnrg. Freigeleite zur Bescndnng des Nymweger. Kongressesausgestellt. Merkwürdig genug mischte ssch jetzt auch derPabst Clemens X. in die politischen Händel, und derNuntius zu Wien, Don Bevilaqua, eröffnete einenlebhaften Notenwechsel, darein die väterliche Stimme desfür Befriedigung der Heerde zärtlich besorgten Vaters derGläubigen, seit der langen Zeit des furchtbaren Hadcrnsund Mordeus nnvcruvmmen, endlich wieder einmal er-tönte. Der heilige Vater erklärte, ebenfalls zur Gründungdes gottseligen, von der Christenheit so sehr crseufztenWerkes mithelfen zu wolleng allein seine Ehre und seineGrundsätze widerstrebten dem Gedanken, nach einem ketze-rischen Orte seinen Nuntius hin zu senden; es befremdeteihn sehr, daß drei katholische Monarchen also rasch zudieser Wahl sich verstanden, und es ward die Frage auf-gestellt: ob nicht das katholische Städtchen Ravenstein,von Nymwegcn gar nicht weit entlegen, sich besser zumSitze eines Kongresses eignen würde?
Ein neuer sonderbarer Umstand war, daß der Pabstdarauf bestand, sämmtlichc drei Nuntien (zu Wien, Mün-chen und Köln) sollten an den Verhandlnngen des beab-sichtigten Kongresses, zur Verwahrung der Interessen dcSKatholizismus, Theil nehmen können. Das Wiener Ka«binct erklärte sich auf diese beiden Znmuthungen des Pab-stes mit Feinheit und Ergebenheit zugleich, und gab Cle-mens X. zn verstehen, Rom könne auf jeden Fall auchdiesmal, zu Nymwcgen, der Rolle getreu bleiben, welchees zu Münster einst gespielt, d. h. gegen all dasjenige,Verwahrung einlegen, was ihm als die Rechte der ka-