behandelte Jener die Magistrate und andere Personendarin sowohl im Allgemeinen, als insbesondere mit deräußersten Härte und Unwürdigkcit. Besonders streng zeigteer sich gegen alle Bekenner der wahren christlichen Reli-gion, welches die rcformirte ist. Während der kölner Ver-handlungen setzte er dies System nicht nur fort, sonderner berühmte sich auch in Gegenwart eines Abgesandtender Republik all des Unheils, welches er seit mehr dennfünfzehn Jahren über sie gebracht. Da fügte es sich, wiedurch ein gerechtes Gericht Gottes, daß dieser, einer un-serer größten Widersacher, wiewohl ohne irgend ein Zu-thun von unserer Seite, in die Hände des Kaisers fiel,gleich als wäre dieser zum Rächer der an uns verübtengräulichen Ungebühr bestellt worden.
Nicht ohne Mißvergnügen ersahen zwar die General-staaten, daß diese Verhaftung ihren Feinden zum Vorwanddiente, die Unterhandlung und den Schluß des Friedensabzubrechen. Allein, gleichwie die Gencralstaaten sich frü-her in die Affaire gar nicht gemischt und davon keinerleiKenntniß hatten, also enthielten sie sich auch später allerThcilnahmc an den wider ihn verhängten Prozeduren undan den Maßregeln, welche die Befreiung Fürstcnbcrg'Sbewirken sollten. Sie erklärten auch mehrfach, daß derganze Handel sie auf keinerlei Weise berühre, und die Be-handlung ihnen völlig gleichgültig sey, welche der Kaiserseinem Gefangenen anzugedeihen für gut finden würde.Und als auch Se. k. Majestät vor einiger Zeit die Erklä-rung gegeben, daß sie sich bewogen fände, den widerFürstcnberg eingeleiteten Prozeß nieder zu schlagen, aufso lange, bis man den Erfolg der Negotiationen gesehen,so bemerkten sie einfach: sie selbst gewahrten weder in derGefangenschaft, noch in der Befreiung des Prinzen einenhinreichenden Beweggrund, den Friedensvertrag zu be-