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Diese Denkschrift, dieselbe, auf welche der Kaiser inseiner Antwort an den König von England angespielt,war weit davon entfernt, den wiener Hof günstiger fürden Gefangenen und die Foderungcn der Vermittler zustimmen; man ersah in ihrem Inhalt und Ton nur neueBeleidigungen und Finten von Seite des Kabinettcs zuSt. Germain und des Bischofs von Straßburg. Dochhielt man für nothwendig, eine Gegenschrift bekannt zumachen, deren Sprache sehr heftig, gereizt und bitterklang, und welche deutlich offenbarte, wie es dem Kaiserzu thun gewesen, seinen Schritt zu Köln um jeden Preiszu vertheidigen, und alle Schuld des verhinderten Frie-dens auf die Gegner zu bringen. Man erklärte, die Denk-schrift Ludwigs XIV. müßte ein Pasquill genannt werden,wenn sie nicht den-Namen eines Königs unterzeichnettrüge; sie scy eine Trompete neuen Krieges, während siesüße Honigworte verkünde, und in dieser Hinsicht erregesie doppeltes Erstaune»!, da ihr Verfasser der allerchrist-lichste König sey; die Schrift rede eine andere Spracheim Eingang, eine andere am Ende. Alle Vorwürfe, welcheder König den Kaiser gemacht, wurden jenem sofort mitWucher zurückgegeben. Der Punkt wegen Verletzung desVölkerrechts gab erwünschten Anlaß, Ludwig XIV. alledie Ausschweifungen und Greuel vorzuhalten, welche seineFeldberren und Soldaten in den Niederlanden und in denNheingcgenden verübt, und wobei alles Heilige mit Füßengetreten, alle Rücksicht auf göttlicbe und menschliche Rechteverletzt, und wehrlose Unterthanen jedes Standes, Al-ters und Geschlechts mißhandelt worden seyen. An denBruch des pvrenäischen und des aachencr Friedens erin-nerte man den König ebenfalls. Die alten Gründe fürdie Verhaftung Wilhelms von Fürstenbcrg wurden aber-mals hier geltend gemacht, und zum Überfluß die Behaup-