Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
265
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»Se. Majestät ersah aus den Briefen, welche der oben-erwähnte Konig an Sie geschrieben, daß der Eifer, mitwelchem derselbe an Vermittlung des Friedens arbeitet,sogar ihn dahin vermocht, den Herrn Bischof von Straß-burg einzuladen, er möchte seine und und seines BrudersInteressen dem allgemeinen Besten der Christenheit zumOpfer bringe», und zugleich ihn zu bitten, er möchte beiSr. Majestät um einigen Nachlaß in dem an Fürstenbergbisher so eifrig und warm verliehenen Schutze sich ver-wenden, indem er zugleich beifügte, daß er seine Verhält-nisse zum Kaiser bestens benutzen, und gewiß von denGeneralstaaten kraftig unterstützt werden würde, dafür,daß der Kaiser sich zu Auslieferung des Prinzen in dieHände einer neutralen Macht, bis nach dem Friedens-schluß, verstehe.

»Der Bischof von Straßburg nahm um so weniger An-stand, diesem gutgemeinten Nathe Gehör zu schenken, alser schon selbst längere Zeit zuvor denselben Gedanken ge-hegt. In der That hatte er auch mehr als einmal Sr.Majestät zu erkennen gegeben, daß, wie groß immerhinseine Dankbarkeit für die kraftige Beschützung seines Bru-ders von Seite des Königs seyn möge, er doch Se. Ma-jestät bitten müsse, hievon im Interesse des öffentlichenWohls etwas abzulassen; seine Gesinnungen - hiervon seyer fest überzeugt — waren auch diejenigen seines Bruders,und der eine wie der andere würden schon bei dem bloßenGedanken Betrübuiß fühlen, daß sie ein Hindcrniß deSvon gestimmter Christenheit so sehnsüchtig gewünschtenFriedens bilden sollten.

»Wie groß übrigens die Hochachtung war, welche Sr.Majestät so großmüthige Gefühle einflößen mußten, sokonnte Sie doch nicht gleich eine Bitte gewahren, welchedie Genngthuung für den kölner Staatsstreich und die