— 26Z —
klärung wiederholt, daß nichts weder von ihm, noch vonseinen Verbündeten nnterlassen werden würde, dein Prin-zen bald möglichst die Freiheit zu verschaffen. Diese müssenach Abschluß des allgemeinen Friedens durchaus erfolgen.«Ich hoffe — schrieb der König noch im November —Ihr werdet mit mir zufrieden seyn, denn ich versichereEuch, daß man unmöglich mehr in seinem und EueremInteresse thnn konnte, als bereits geschehen ist; auch dürftIhr die feste Überzeugung hegen, daß dies noch ferner ge-schehen wird, und Ihr in allen besonder» Fallen die großeAufmerksamkeit verspüren sollt, die wir Evern Personenund Euerer Familie zuwenden!«
Sir Bregct, welcher mit Franz Egon noch im Geheimenallerlei über den Stand der öffentlichen Angelegenheiten,wie über den Handel seines Bruders zu erörtern, Austragerhalten, war auch Überbringer einer Zuschrift Karls II.an seinen Schwager Ludwig XIV., worin die Bemühun-gen für die Interessen deö gefangenen Hürstenbcrg geschil-dert, und der König von Frankreich aufgefordert war,seine Zusagen zu erfüllen, und durch baldige Abordnungseiner Gesandten nach Nymwegen doch ja alle ferner» Hin-dernisse des Friedens zu beseitigen. Diese Lctztern gingenendlich in der That ab, doch erließ Ludwig eine Denkschriftim Druck, welche sein System und seine Absicht dem Publi-kum, wie dciNbethciligtcn Höfen ausführlich entwickeln sollte.
» Ganz Europa — hieß es darin — ist über die Erleich-terungen unterrichtet, zu welchen der König sich verstan-den hat, um den Abschluß eines Friedens zu befördern,welcher durch Verletzung der öffentlichen Treue und desallgemeinen Völkerrechts in der Person des Prinzen Wil-helm von Fürstenberg zu Köln so gewaltsam unterbrochenworden. Alle Völker, welche noch bis auf diesen Tag un-ter der Geißel eines großen und blutigen Krieges seufzen.