Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
260
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— Wg —

So wie die Sachen also gegenwärtig noch stünden, seywohl jeder Vertrag und noch mehr jede Unterredung mit demPrinzen Wilhelm überflüssig, sowohl, weil der Bischof dieGedanken seines BrudcrS sehr wohl kenne, was er selbstgestanden, als auch, weil der französische Monarch er-klart : er schicke seine Gesandten, der Übereinkunft mitdem Bischöfe gemäß, nach Nymwcgcn ab.

Die Unterredung werde blos deshalb gefordert, damitder dem Prälat so eigene Hochmuth Nahrung erhalte, unddie Meinung im Publikum aufkomme, der Kaiser habedie Vermittlung der Person seines Gefangenennöthig gehabt, um den König von Frankreich zu Be-förderung des Friedcnswcrkes zu vermögen. Es leuchtesomit aus dem Ganzen der Plan zu sehr hervor, aufKosten der Ehre des Kaisers sich dessen bcrühmcn zu wol-len, daß man ohne die Person jenes Mannes durchausnicht zum Ziel gekommen scyn würde, oder der Geist derAbneigung und des Hasses, der die beiden Fürstcnbergcrdurchglühe, erfinde sonst irgend einen neuen Betrug unterobigem Vorwand. Denn es sey ganz unglaublich, daßzwei Brüder, welche in Teutschland die Flamme des Krie-ges angezündet, einen so aufrichtigen Eifer nun hegensollten, dieselbe zu löschen. Der Bischof von Straßburghabe nicht einmal die schuldige Rücksicht gegen die PersonSr. großbrittanischen Majestät beobachtet, indem er Sicglauben machte, er werde seinen Beistand in der fraglichenSache leihen, da er doch gar nie daran gedacht; und dieszwar in einem Augenblick, wo Niemand vcrmuthen konn-te, er werde die berüchtigte Erklärung des allerchnstlich-ftcn Königs überall herum kolportiren. Der Kaiser schloßseine Antwort mit der Erklärung : er hege in die Gesin-nungen seines königlichen Herrn Bruders und der Gene-ralstaatcn allzuviel Vertrauen, als daß sie Dinge ihm