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brennende Verlangen, welches er zu Wiederherstellung desallgemeinen Friedens bezeigt; Ducker habe eine sehr gnä-dige Audienz erhalten, und darin die Ansicht deS Bischofsmitgetheilt, welche er von der Zweckmäßigkeit hege, daßsein Bruder bis zu Austrag des Friedens in des KaisersGewalt «nd in derselben Gewahrsam verbleibe, in welcherer gegcnwär ig. Wie es dem Bischof jedoch mit dieser An-sicht Ernst scy, erhelle leicht ans der Antwort, welche vonihm am 28. November an mehrere Fürsten und Churfür-sten des Reichs Übermacht worden, und welche sich auchunter den Offenbriefen und Vollmachten des Königs vonFrankreich vorfinde. Noch immer bürde darin dieser Kö-nig Ihm, dem Kaiser, die Schuld des abgebrochenen köl-ner Kongresses auf, und Seine Ehre werde darin durchRedensarten verletzt, welche zumal im Mundevon Königen höchstübcl klingen, und deren stehen-der Hauptinhalt die Verhaftung des Prinzen Wilhelm ge-gen alles Völkerrecht sey. Die Bitten und Vorstellungendes Bischofs übten auf den König solchen Einfluß, daßer allerdings seine Gesandten nach Nymwegcn schickte,nämlich in der Hoffnung, daß des Königs von EnglandMajestät und die Gencralstaatcn, verbunden mit andernEhurfürstcn und Fürsten, ihre besten Dienste dazu anwen-den würden, um, während der Unterhandlungen für denFrieden, zugleich auch die Befreiung des gedachten Prin-zen zu erwirken.
Wie sehr dem Bischof von Straßburg die persönlicheEhre und das Ansehen des Kaisers am Herzen gelegen,könne der König Karl auch aus dem Umstände entnehmen,daß jener mit in der Reihe von Personen aufgetreten,welche öffentlich und an mehr alS einem Orte die bit-tern Reden und Spöttereien des Königs von Frank-reich gegen Ihn, den Kaiser, gebilligt.