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schof von Straßburg sogar zu, sich bei Ludwig XIV. selbstdahin zu verwende»- Der tüchtige Geschäftsmann Ducker,vcrmuthlich aus dem Geschlechtc des weiland in SachenErzherzog Sigmunds zu Österreich-Tyrol so äußerst thä-tigeu und vom Oberst-Hofmeister K. Rudolphs II Friedrichzu Fürstenberg, so nützlich gebrauchten Diplomaten, da-mals in gemeinschaftlichen Diensten Chur Kölns und desBisthnn'is Straßburg, ging zuerst nach London, undempfing daselbst vom englischen Kabinette allerlei Aufträgeund Vollmachten, mit denen man ihn sofort nach Wienabfertigte. Karl II. ersuchte den Kaiser, diesen Mann,als Organ Franz Egons, des für Austrag der Wirren sozärtlich besorgten, und, trotz der Freundschaft für dengefangenen Bruder, in böherm Interesse sich selbst vcr--5leugnenden Fürsten, freundlich aufzunehmen, eine unmit-telbare und zwanglose Unterredung mit Wilhelm Egonihm zu erlauben, und überzeugt zu seyn, daß er auf dieGefühle und Entschließungen desselben mit Erfolg wirkenwerde.
Zu gleicher Zeit richtete der König auch an den Gefan-genen folgendes Schreiben :
«Mein Vetter! Der Herr Bischof zu Straßburg, EuerBruder, hat, beseelt von wahrhaft christl cher und groß--mütbiger Gesinnung, dahin sich bewegen lassen, nicht nursein Interesse, welches er für Euere Befreiung trägt,eine Weile verstummen zu lassen, sondern selbst seine Be-mühungen mit den unseligen zu verbinden, um den aller-christlichstcn König dahin zu bringen, daß dieser den Eh-rcupunkt, auf welchem er bisher so fest bestanden, näm-lich Eure Frcigebung, ferner nicht als unerläßliche Vor-bedingung jeder Friedcnsuitterhandlung geltend mache.Wir zweifeln keineswegs daran, daß nicht dieses großsHinderniß, welches bis zu gegenwärtigem Zeitpunkt di«Hl. 17