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Zu Anfang des Augusts erstattete Ehrenstein den Ge-neralstaaten Dank für die beruhigende Sprache in ihrerletzten Antwort, doch bestand er dringlich auf Erneuerungder Traktate, und zeigte die Fricdensmittel an. Obgleichder Baron Tott seitdem zu Paris gestorben, so meinteer, würde die Hauptsache doch nicht darunter leiden.
Nach dem Treffen bei Scneff erneuerte der Kanzler seineAnträge bei der Republik; er wies auf die großen Opferan trefflichen Führern und Soldaten, welche der Feldzugdie Hollander gekostet, auf der Provinzen gräuliche Ver-wüstung und des Landes steigende Roth. Augenblickliche Vor-thcile dürften noch lange nicht die Segnungen des Frie-dens verachten machen. Ehrenstein schilderte sofort auchin starken Zügen die Lage des teutschen Reichs, und ent-wickelte den Holländern, wie auch sie von dem Ruin des-selben einst erfaßt werden dürften. Darum müßte der Friedeum jeden Preis zu Stande kommen. Die beiden Haupt-hindernisse, Fürstcnbcrg und Lothringen, müßten aber vorallem andern erledigt werden.
Mittlerweile waren die Verhaltnisse zwischen Schwedenund Brandenburg immer verwickelter geworden, und er-steres begann stark sich zu rüsten; doch ward die Rüstung,als blos zur Selbstvcrthcidigung in möglichen Fällen einesAngriffs geschehen, den Gcneralstaatcn dargestellt. DerGesandte kam neu auf die Traktate zu sprechen, nachdemer über sehr langes Ausbleiben der Antwort auf frübereZuschrift sich beschwert hatte. Der Ort, wo die Traktatefortzusetzen, bildete um diese Zeit den Gegenstand derHauptschwierigkeit. Ludwig XIV. hatte anfänglich Bredavorgeschlagen; aber die Gencralstaaten ersahen darin ir-gend eine Hinterlist gegen sie, und erklarten, aus man-cherlei Gründen, diese Stadt nicht annehmen zu können,noch weniger aber die ihnen zugemuthete Vermittlung für