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3 (1832)
Entstehung
Seite
250
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der sie doch nicht im mindesten berühre. Mit welchemRechte hätten wohl diese unter der Wendung der Dingezu leiden? Der ganzen Christenheit drohe eine ganz andereGefahr von Seite der Türken. (') Eine vernünftige undhumane Politik würde sie bestimmen, ihre Waffen gegendiesen Feind, statt gegen ihr eigenes Eingeweide zukehren.

Ehrenstcin verstärkte das Gewicht der hier ausgesproche-nen Ansichten durch eine vierte Zuschrift vom 10. (20.)Juli. In derselben widerrieth er, Namens seines Hofes,den Abschluß neuer Verträge, da sie nur demjenigen desallgemeinen Vertrages größere Hemmungen bereiten wür-den. Da die neuesten, von den Gcneralstaatcn eingegan-genen Verbindungen mit Brandenburg, Dänemark undBraunschwcig-Lüncburg kein Geheimniß geblieben, so fo-derte der Minister Abschriften von den darüber ausgefer-tigten Papieren.

Die Staaten antworteten fünf Tage darauf fein undausweichend; sie leugneten, daß Fürstenberg's Entführungallein den Bruch der Unterhandlungen begründen konnte,und stellten dafür die Sache des Herzogs von Lothringenin den Vordergrund. Dieser, obgleich kein Vasall des Kö-nigs von Frankreich, wie der Prinz Wilhelm des Kaisers,sey fortwährend von den Negotiationen noch ausgeschlos-sen. Die Privatvcrträge, welche die Republik inzwischeneingegangen, hinderten den Frieden nicht, und dientenauch blos zur eigenen Verteidigung und Nothwehr. (')

(') Diese waren in der Rezel der Mannequin, womit einer demandern von Zeit zu Zeit drohte, bis Kiuprili und Aar« Wu-stapha endlich furchtbaren Ernst machten.

(°) tilemoriate st. st, 10. (20.) lul. (Srei-'er.)