dischc Gesandtschaft, welche ihre Vermittlerrolle, trotzallen Verwicklungen und mißlungenen Versuchen, Jahrelang fortsetzte, spielt dabei die Hauptrolle, bis die engli-sche Botschaft sie ablöste. Es gehörte fast mehr als mensch-liche Geduld dazu, alle die Schritte zu thun, welche fürdie angedeuteten Punkte gethan worden, und eine ebenso große von Seiten derer, welche alle die Memoriale undZuschriften beantworten mußten, womit die Kabinette ge-genseitig sich abplagten. Die Diplomatik zeigte sich wirk-lich in einer Art Glorie, dadurch, daß sie für fünfzig-und hundertmal behandelte und abgeschlagene oder abge-lehnte Dinge nur noch neue Namen und Varianten fand,und die Gcruhigkeit, welche auch bei den bittersten Vor-würfen, so in Betreff der Rechtsfragen wechselweise balddem einen, bald dem andern gemacht worden, mit etwashandwerksmäßiger Monotonie sich fortcrhielt, bildet einenseltsamen Kontrast zu den Leiden der Völker, welche diemanigfachen Experimente der Könige und Minister theuergenug bezahlen mußten.
Der politische Stand der Dinge aber um jene Zeit warim Allgemeinen folgender:
Nachdem Ludwig XIV. seine Drohung, die Gesandtenvon Köln abzurufen, wirklich ausgeführt, veränderte sichdie Stellung der bisher kriegführenden Machte unter ein-ander in etwas. Karl II. von England und der Bischofvon Münster wurden kälter gegen Frankreich, als siedenselbstsüchtigen Charakter naher kennen zu lernen Gelegen-heit erhalten. Sie verzichteten sogar auf den Bund mitihm, und die antifranzösische Stimmung der brittischenNation, welche von ihrem Könige ganz verschieden dachteund bei welcher der damalige Krieg unvolksthümlich war,die feindselige Sprache des mit Holland befreundeten Spa-niens, so wie die unausgesetzten Bemühungen der Republik,