Metten Gelder. Karl II. von England, welchen die eige-neu, eigenthümlichcn Verhältnisse im Innern seines Reichsvielfach bewegten und zu einer von der bisherigen ver-schiedenen Politik bestimmten, verband sich mit den Abge-sandten Schwedens oder den Vermittlern kraftig, undman arbeitete unermüdlich darauf hin, zumal die Gene-ralstaatcn zur Wiederaufnahme der unterbrochenen Frie-densverhandlungen zu vermögen. Es ist merkwürdig, inallen öffentlichen Schriften dieser Jahre die Könige, Für-sten und Nolkshäuptcr, so wie den Kaiser selbst in Be-thencrungen aufrichtiger Friedensliebe wetteifern, ja sicherschöpfen, und sodann wiederum die Grausamkeiten undGreuel eines die Civilisation des Jahrhunderts schänden-den Krieges, so wie die Ausgeburten einer alle gesundeVernunft höhnenden Staatsknnst in einer Reihe von lü-genhaften und würdelosen Unterhandlungen wahrzunehmenund mit einander zu vergleichen. Die Hindernisse, umwelche sich die Beruhigung des aufgewühlten Erdtheilesdamals hauptsächlich drehte, waren so geringfügig undso leicht zu heben, daß die Heuchelei und die Hartnackig-keit nicht genug beklagt werden konnten, mit welchen einerdem andern gegenüber auftrat, und eben so der Leichtsinnund die Leichtfectigkeit, womit man oft leeren Formalita-ten und nichts bedeutenden Federungen den Wohlstandund das Daseyn blühender Länder preiszugeben unbedenk-lich fortfuhr.
Der Blick des Geschichtschrcibers wird vorzüglich nachvier Seiten hingezogen, von welchen her die unterbrocheneTraktatsaffaire im Allgemeinen und die damit innigst ver-bundene Angelegenheit Wilhelms von Fürstenbcrg insbe-sondere betrieben oder vereitelt wurde: nämlich nach Wien,Paris, London und Haag; doch bildete letzteres eine Zeitlang den Mittelpunkt der Unterhandlungen, und die schwe-ll!. 16