Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
235
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schchen. Es war daher Sr. k. Majestät für Ihre eigenePerson zwar freigestanden, den Prinzen für einen wahrenGesandten zn halten oder nicht; allein, da die Holländerund andere bereits ihn dafür erkannt und Unterhandlun-gen mit ihm gepflogen hatten, so mußte er in denselbennicht unterbrochen werden.«

Der Vcrthcidiger K. Leopolds gesteht diesem Einwurfeeinigen Schein der Billigkeit und Haltbarkeit zu, meintaber, er beruhe auf falschen Voraussetzungen; und unterdenselben hebt er besonders die heraus : daß man den ei-nen und untheilbaren Kongreß immer als zwei heterogeneBestandthcile ansehe, von denen der eine Kaiser und Reichallein, der andere aber Holländer und Spanier berühre,welche bei den Interessen und Affairen an verschiedenenOrten erörtert und entschieden werden könnten. DieserUnterschied ist eine der beharrlichen Finten französischerPolitik, und der Verfasser sucht den Beweis zu liefern,daß der Kaiser keinen blos accessorischen, sondern prinzi-palen Antheil vom Beginn der Konferenzen an gehabt.Er hält nach diesem die Zulassung Fürstenberg's für ebenso unanständig gegen die Person Sr. apostolischen Maje-stät, als unklug vom Standpunkte der Förderung desFricdenswcrkcs aus betrachtet.

Aber es war nicht der Kaiser allein, es waren auchSpanien und andere Staaten mehr, welche wider Für-stenberg's Gesandtencharakter sich erklärt. Die Holländerselbst duldeten ihn mehr, als daß sie ihn anerkannt. Auchsind die frühern Verhandlungen mehr als vertrauliche,denn als amtliche Zusammenkünfte zu betrachten. In den-selben wurden weder die Präliminarien unter den vcrschie- ^denen Parteien recht festgesetzt, noch die Vollmachten der-selben gehörig ausgewechselt; weder die Vermittlung selbstgehörig befestigt, noch über den Stoff, die Grenzen und