den, in sich stets derselbe; in dieser Unendlichkeit von täu-schenden Formen hat die vcrabschcuungswürdige Einheitdes Charakters niemals gefehlt.«
Wenn wir von dieser siylistisch, gar nicht übel gelun-genen Zeichnung dasjenige wegnebmen, was Leidenschaftund Parteihaß übertreibend beigefügt, so geht zum min-desten eine klare Ansicht von der vielfachen geistigen Wirk-samkeit hervor, so wie eine getreue Schilderung des un-berechenbaren Einflusses, welchen ein einziger, Heller unddurchgreifender Kopf auf seine Zeitgenossen ausgeübt.
Der Redner macht nun alsbald eine christliche Nutzan-wendung, und ruft mit patriotischem oder diplomatischemUnwillen ans : «Wie konnte ein Mann, gegen den soviele und verschiedenartige Hindernisse zugleich sich erho-ben, jemals als mit einem Gesandten-Charakter bekleidet,-gelten, da schon ein einziges davon hingereicht hätte, ihndesselben zu entsetzen, selbst wenn er ihn wirklich recht-mäßig besessen?«
Am allererbaulichsten aber wird der Verfasser des Ma-nifestes in der Entwickclung der Persönlichkeiten, die zueinem ordentlichen und würdigen Gesandten verlangt wer-den. Er sagt, »in der ganzen Welt sey es niemals Brauchgeworden, daß man dem Fürsten, mit welchem man Ver-kehr unterhalten, einen seiner eigenen Untcrthancn alsGesandten zugeschickt; einem Herrn seinen Diener senden,heiße die Majestät beschimpfen, welche dieser reprasentirenhllte, indem es den Schein gewinne, als stelle man beidein dieselbe Reihe. Aber noch unschicklicher sey es, diesemArsten sogar einen Überläufer zuzusenden, damit dieser,alls Rechts entbunden und durch d,en Charakter seinesPsstns geschützt, mit kecker Stirnc die Sache eines Fein-des prtheidigen könne, dessen Bekämpfung aus allen Kräf-ten ssd mit eigener Lebensgefahr sonst, vermöge natür-