ten zukommenden Titel »Ercellenz« zu empfangen; er sprachmit demselben viel über die politischen Angelegenheiten,aber ihre Unterhaltung ging niemals über den Kreis einervertraulichen Unterredung hinaus.
Es wird behauptet: die Vermittler hatten ihn öffentlichzu den Konserenzen zugelassen, und die kaiserlichen Bot-schafter ihn nicht zurückgewiesen, somit ihn dadurch aner-kannt. Darauf kann man antworten. Steht es in derMacht der Vermittler, Gesandte zuzulassen oder zuverweigern? Die Aufgabe der Vermittler ist: den Par-teien über das Für und Wider der streitigen Gegenständeunparteiisch und leideuschaftlos Gründe mitzuthcilen, dieAntworten darauf zu betreiben, und durch passende Ver-söhuungsmittel den Zwiespalt der Streitenden schlich-ten zu helfen. Das Ansehen der Vermittler muß und wirdmit Achtung aufrecht erhalten werden, sowohl wegen derWürde ihres Königs, dessen Organe sie sind, als wegenihrer persönlichen ausgezeichneten Talente und ihres be-harrlichen Friedcnscifers. Allein sie selbst sind allzu billig,als daß sie stch's herausnehmen sollten. Andern Gesetzevorzuschreiben, um so mehr, da über die Natur ihres Ge-schäfts selbst mit dem Kaiser noch nicht alles im Reinenist, auch ihnen die geheimen Gründe nicht völlig be-kannt seyn können, welche diesen Letzter» zu Verwerfungdes Fürstenberg's bewogen haben. Daß der Prinz denVerhandlungen beigewohnt, geschah vor ihrer Ankunft,und wider ihr Wissen und Willen. Später zogen sie esvor, lieber zurück zu treten, als ihren Charakter durchKollcgenschaft mit einem Manne zu beflecken, welcherihrem Herrn verhaßt war. Übrigens konnte er vonden Gesandten des Kaisers aus dem Grunde nicht förm-lich zurückgewiesen werden, weil seine Sendung niemalsoffiziell, wie es doch Sitte ist, angezeigt worden, und