Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
219
Einzelbild herunterladen
 

— 219 —

Flucht vor Gefangenschaft gerettet; man zeigt ihr fernerihr eigenes wohlverstandenes Interesse, welches man gegengewaltsame Eingriffe von Fremden vertheidigt, und derenFreiheit »unter den glorwürdigsten« Flügeln des kaiserlichenAdlers viel sicherer, als unter irgend einer andern Ägideleben wird.

Am eindringlichsten vielleicht war die Theorie, welcheam Ende der merkwürdigsten Denkschrift gegeben wardund worin die niemals veränderte Politik von Habsburgklar und bestimmt sich aussprach: »daß es mehr alsvernünftig schiene, wenn alle gekrönten Häup-ter zu Dämpfung der Rebellionen die Händeeinander bieten und zugleich dasjenige voraus-kehren würden, was Tacitus im I. Buch seinerAnnalcn schrieb: Verräther sind auch denjeni-gen verhaßt, deren Nutzen sie befördern.« Andiese srcimüthige Gcneralbcichte knüpft sich die Mitteilungeiner Anekdote, daß der französische Adel den.Fürstenbergselbst gewöhnlich nur den kleinen Verräther betitele.Sehr ungereimt findet es der Kaiser, daß all' dessen ohn-geachtet die Feinde der allgemeinen Freiheit solchunmäßigen Tumult zu Gunsten der Befreiung des Prin-zen erheben und Schweden sogar damit umgehe, auf demnächsten Reichstage förmlich dieselbe, entweder durch ei-nen Abgesandten, oder mittelst einer militärischenKommission begehren zu lassen, als ob ein fremderSouverain die Macht hätte, in einer Generalzusammen-kunft der Notablen seines Landes einen Rebellen, ohneZustimmung des Monarchen, welchem er nach Leib undLeben gestrebt, und ohne Vorlage der nöthigen Kreden-zialicn, zu Lcgitimirung seiner Person, auf freien Fußzu stellen.

Alle Gesetze, Nechtsgründe, historische Autoritäten und