Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
212
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der Feinde Diensten befindende Unterthauen und Vasallendes Reichs, sutz pneiin retzellionis, derselben begeben undgänzlich abthun sollten , v e r l a 6? t und darüber mitdem Prädikat eines französischen Obristen, ein Regimentzu Fuß behalten, ja noch mehrere, in seinem französi-schen GcMüth erhitzt, neue Patente publizirt, Wer-bungen angestellt, rädelsführcrische Traktate angesponnenund eingeblasen, auch schreckliche Feindseligkeiten verübet,nicht achtend, daß von ihm mit Wahrheit gesagt wurde,was anderswo, bei Tacitus, im l B. seiner Annalen ge-schrieben steht t postguam iiilnlk? Inlotzros pieesiclium atzsuclaeia mutu-ltur. Und unangesehcn, daß er nachmals diezu Bonn und auf dem Rheinstrom triumphirendcn kaiser-lichen Waffen erblickt, so war er darüber nur noch mehrerhitzt und verwegen worden, so daß er neue Jnventio-nen ausgedichtet, die Feinde im Kriege zu bestätigen, dieAlliirten zu verführen, und jene wankclmüthig zu machen,welche I. K. Majestät mit der gcschwornen Dependenzewig verbunden und obligirt sciud.

»Folgte also ermeldter Fürstenberg gleich einem Schat-ten, dem wegen seiner leichtgläubigen Gültigkeit aus seinemeigenen Sitz vertriebenen Churfnrsten nach Köln, welcheStadt von I. K. Maj., mit Einwilligung aller Gevoll-mächtigten, zu Abhandlung der Fricdenstraktate und gleich-sam einem Asplo ( ) aller deren zu Beförderung des all-

(') Dieser Ausdruck ist etwas unpassend; er drückt eine Art GnadeauS, für welche die Gesandten und Vermittler gleichsam sichbedanken mußten, da sie doch blos ein in allen gebildetenStaaten bestehendes Recht in Anspruch nahmen. Doch ist sol-ches der Grundron in allen offiziellen Schreiben. Man kanndaraus auf den moralischen Höhepunkt der damaligen Politikschließen, welche das als besondere Wvhlthat und Vergünsti-