Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
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schworen, daß nun aber über all dieses der Fürstenbergmeineidig und zwar leichtsinniger Weise geworden scy,erhellet genugsam ans allen seinen vermessenen Thaten, dieer zur Rekompense so vielfaltig empfangenen hohen Ehrenund Gnaden mit verdammter Undankbarkeit zu höchstemNachtheil des löblichen ErzHauses begangen, da doch derganzen Welt kundbar ist, daß Ihre Kaiserliche Majestätso vielen hohen adelichen Familien die fürstenbergischevorgezogen und unter der Neichsfürsten Anzahl komputirthabe.« (')

Der Kaiser klagt nun über die Umtriebe, welche derPrinz als Kapitular zu Köln und Straßburg wider Öster-reich sich erlaubt, eben so über die Annahme eines Regi-mentes, von seiner französischen Abtei aus; über seinenPlan, zum Untergang Ihrer Majestät und des römischenReichs, die mit Feinden und Rebellen gehaltenen gehei-men Unterredungen und verrätherischen Konsilia; daraufaber fahrt der Verfasser der Denkschrift weiter : »Indemer, Wilhelm, nun in seiner Bitterkeit also fortgeschrit-ten, hat er nach dem Friedcnsbruch das auf Befehl IhrerKaiserlichen Majestät zu Regcnsburg auf dem Reichstagpnblicirtc Mandatum, dieses Inhalts : daß sich alle in

l') Der Kaiser zieht die Sezel wohl etwas zu stark hier auf. DieFürstenwürde wäre sicherlich schon früher ertheilt worden,wenn frühere, einflußreiche Fürstenbcrge darum nachgesuchthätten. Es waren wenig andere »hohe adeliche Familien,"welche eine solche Reihe von erworbenen Verdiensten undausgezeichneten Männern aufweisen konnte», wie jene. SelbstWilhelms Vater, Graf Egon, hätte sie für sich selbst alleinschon so gut und besser, als die Fremdlinge Piccolomini u. A.der Erhebung in den Fürstenstand würdig gemacht, wärenauch neben ihm keine Friedrich, keine Vratislaus, keine.Wil-helm Ii. und keine Zakob Ludewig gestanden.