Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
207
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geht einstimmig bervor, daß Fürstenberg weder ein Vasall,noch Unterthan des Hauses Österreich, noch jemals dem-selben durch einen Cid der Treue verpflichtet gewesen.Wenn auch vielleicht sein Vater oder sein älterer Bruderwährend den Jahren seiner Minderjährigkeit Guter undLehen für ihn sich auftragen ließen, so geschah es dochwider sein Wissen; er selbst, Wilhelm, leistete nie-mals einen Schwur, besaß diese Güter niemalsund besitzt sie auch jetzt noch nicht; vielmehr hater schon vor vielen Jahren auf alle Anwart-schaft, sowohl ans diejenigen Güter, welche imReiche oder irgend wo anders liegen, zu Gun-sten seiner ältern Herren Brüder verzichtet,und er versuchte frei und unabhängig sein Glückin solchen Diensten, wo es ihm geliebte, nament-lich in höhern geistlichen Würden.

«In wie weit nun der bezeigte Ungehorsam gegen E.k. Majestät abmahnende Befehle sich erstrecken konnte, wa-gen wir nicht zu entscheiden; nur so viel ist uns sicherbewußt, was auf die Untersuchung wesentlichen Einflußhaben muß, daß der Prinz, während erwähnte Traktateanhängig waren, durchaus nicht als französischer Kriegs-befchlshabcr gehandelt, noch ein Regiment wider Eure k.Majestät angeführt hat, wohl aber, daß er für den Frie-den rastlos gearbeitet, von Allcrhöchstdenselben jederzeit mitgebührender Ehrfurcht gesprochen hat, wiewobl jeder seinerGespräche, wie seiner Gesinnungen alleinig befugter Doll-metsch seyn kann. Selbst bei notorischen und sehr schwerenVerbrechen pflegt man, was den Lauf des Prozesses zuverlängern im Stande ist, schneller zu bereinigen, dasaber, was zu Untersuchung der Wahrheit und Herstellungdes Thatbcstandes dienen mag, auf keine Weise abzukür-zen; um so unzulässiger ist es, mit einer so scharfen Voll-