Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
205
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so vieles abhänge, keine Stütze mehr finde, wo sollte mandieselbe denn noch suchen? Mit welcher Zuverficht des Be-standes würde man ferner noch Traktate schließen mögen,wenn die Treue, statt in's Leben zu treten, in den Kanz-leien eingeschlossen bleibe, und von spitzfindigen Sophis-men preisgegeben werde?

Die Vermittler machten außer djesem Beweggrund, derauf des Kaisers persönliche Stellung, fürstliche Würdeund eigenstes Interesse Bezug hatte, auch noch die histo-rischen Erinnerungen an die Tugenden der Milde undRechtlichkeit geltend, durch welche das ErzHaus Österreichjederzeit in der Reihe der Nationen geglänzt, (') undwelche man bei Schwierigkeiten von so unerheblichem Be-lang auf das Spiel zu setzen gewiß nicht Willens seynkönne.

Die Vermittler gestanden nochmals, daß es ihnen selbstwiderlich falle, Sr. Majestät von Neuem mit dergleichenEinzelnheitcn über die Verhaflungsaffaire lastig fallen zumüssen; allein das was alle gleich berührt, könnte hiernicht umgangen werden. Daher erklären fie sich frei heraus:Wenn auf einen bloßen Vorwand hin und nach einigeneinfachen Nachforschungen eine Gcfangennehmung, welchehärter als der Tod und in der Manier bisher unerhört,vorgenommen und dann erst, ganz gegen alles sonstigeRechtsvcrfahren, Stoff zu Einleitung eines Prozesses ge-sammelt werden dürfte, so würde wohl Niemand — seyer, wer er wolle — ohne Furcht mcbr dienen. KeinRecht und kein öffentliches Rcchtsverhältniß würde mehr

(') Diese Komplimente aus schwedischem Munde mußten demSodne des Knisees, der den westpdälischen Frieden schloß,und dem Enkel Ferdinands U. nicht unsüßduftender Weihrauchsei»,.