Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
202
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daß er als Anführer eines französischen Regiments Dienstegenommen und allen abmahnenden Mandaten seines Kai-sers Gehorsam verweigert. Jeder, der nicht von Leiden-schaften befangen, muß daraus sich überzeugen, mit wievielem Recht mehrerwähnter Prinz gefangen gesetzt worden,und wie dies blos in der Absicht geschehen sey, um ihnzu hindern, auch ferner noch zum Nachtheil kaiserlicherMajestät und des gesammten Reichs in den betretenenFußtapfen fortznwandeln, und den der Christenwelt sohöchst notwendigen Frieden zu vereiteln. Gewiß ist es,daß mit Hinwegränmnng eines so offenkundigen Ränke-schmiedes allen Gutgesinnten trostreiche Beruhigung gege-ben worden. Die französischen Gesandten haben nicht immindesten über die Verhaftung desselben sich zu beklagen;denn sie genossen bis ans diesen Tag die ihnen verwilligteSicherheit in vollem Maaße, und werden sie auch fernerwohl genießen. Davon sticht das Betragen des allerchrist-lichstcn Königs sehr ab. Dieser weigerte sich bis heute be-harrlich, ein ähnliches Frcigeleitc dem Herzog von Loth-ringen auszustellen, obgleich die schon aus dem Naturrcchtzerfließende Verpflichtung der Wechselseitigkeit gegen einenVerbündeten des Kaisers solches gcfodcrt hätte; der Kö-nig beschränkte sich jedoch hierauf noch nicht, sondern erließ sogar den Grafen von Nassau, trotz der von Gravelsämmtlichen Reichsständen so oft und dickweis versproche-nen Sicherheit, in engen Verkäst nehmen, und hielt ihnlängere Zeit, ja hält ihn noch gegenwärtig darin.

»Bei solcher Gestalt der Dinge zweifelt Se. k. Majestätkeineswegs, daß nicht die Herren Vermittler, nach ge-nauerer Untersuchung der fraglichen Sache durch die un-widerlegbaren Gründe sich beruhigen und das schiefe Ur-theil zurücknehmen werden, welches sie über die erwähnteLZerhaftungsgeschichte gefällt; ferner, daß sie nicht nur