Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
199
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tigt und ausgetauscht worden ist, so mußte das Freigcleitfür ihn auch ebendieselbe Kraft haben, es müßte dennIhre kaiserliche Majestät blos den Churfürsten und Für-sten des Reichs ansinnen, ohne Dazwischenkamst und Bei-hülfe ihrer Minister künftig unmittelbar und in eigenerPerson mit den Gesandten oder Abgeordneten andererFürsten zu unterhandeln nnd zu vertragen.

»Sollten übrigens noch gewisse geheime Gründe vorwal-ten, welche außer den in der Autwort auf mein Memo-rial vorgebrachten und durch die angebogenen zwei Schrif-ten sattsam geschwächten, E. k. Majestät zum gerechtenUnwillen wider jenen unglücklichen Fürsten gereizt habenmöchten, (') so versteht sich Sc. königliche Majestät vonSchweden zur angestammten Großmnth E. kaiserlichenMajestät hinreichend genug, um des Glaubens zu seyn,Allcrhöchstdie selbe werde eine Privatrachedemallgemeinen Besten willig und hochsinnig zumOpfer bringen, und durch den hcrrlichsten Sieg,welcher erfochten werden kann, den Sieg übersich selbst, Europa den Frieden zurückgeben, welchenMyriaden mit Seelcnangst dermal wünschen; daß diesmittelst irgend einer öffentlichen Erklärung, und zwar,wenn möglich, in den nächsten Tagen eröffnet werdenmöge, ist des Königs freundliche und brüderliche Bitte;

<') Diese geheimen Gründe bestanden nebst anderm darin,daß der Prinz Wilhelm (früher) die Absicht gehabt haben soll-te, Böhmen von Osterreich unabhängig zu mach-m und demKaiser zu geben, welcher außerhalb des Hauses Habsburzgewählt worden wäre; eben so wollte man zu Wien bestimmtwissen, daß Fürstenberg den Churfürsten von Köln, geradeim entscheidenden Momente der Aussöhnung mit Österreich,abwendig gemacht. Schmidt l. c.