französischen Chiliarchen, (') der überdies so vieler Ver-gehen und Ränke sich schuldig gemacht, zuzusichern. ImPerlauf der Zeit werde sich's herausfinden, wie schlimmjener Fürst, Kaiser und Reich mitgespielt. Die Beschuldi-gung, daß hinsichtlich desselben wider das Völkerrecht ver-fahren worden, klinge sehr übel gewählt und verläumdc-risch in dem Munde eines Mannes, der so oft alles Völ-kerrecht mit Füßen getreten, der die Verträge als nichtgeschlossen ansah, sobald er solches für gut hielt; der biszu diesem Tage Christenblut verspritzt, bloö um seinemungemessenen Ehrgeize zu fröhnen. Der Kaiser lebte mitdem Seinigen zufrieden und griff nur nothgedrungen zuden Waffen; die Krone selbst muß Zeuge seyn, wie dieVerfügungen des westphalischen Friedens von Frankreichund dessen Helfern gewaltsam verletzt wurden. Es istnicht wider das Völkerrecht, Gewalt mit Gewalt abzu-treiben, und Missethätcr zu züchtigen; das Recht, welchesjeder für sich selbst aufgestellt hat, muß auch dem anderngelten. Mit welcher Stirne will aber nun der König vonFrankreich sich über kaiserliche Majestät beklagen, wennsie gegen Aufrührer blos dasjenige verhängt, was er,der König, jeden Tag in seinem eigenen Laude, und zwarmit viel größerer Schärfe, sich herausnimmt?«
Die Note drückte nun auch die Empfindlichkeit deS wie-ner Kabincttes darüber aus, daß man beleidigende Aus-fälle und ehrenruhrcrische Vcrläumdungen gegen den Kai-ser, welche sich Andere erlaubt, in die diplomatischenDepeschen mit aufgenommen, und bemerkte, daß nicht un-gegründetcr Verdacht daraus erwachse, als trüge man
(') Wen» Leopold ihn für einen solchen hielt, so hatte et destoweniger ein Recht, bei angeknüpften Unterhandlungen mitdem Monarchen, dem er diente, ihn verhaften zu lassen.