Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
194
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Auf die erste Note des schwedischen Gesandten ward dem-nach mit vieler Gravität Folgendes erwiedert:

»Aus Auftrag Sr. geheiligten kaiserlichen und königlichenMajestät siebt man sich veranlaßt, auf das von dem Mi-nister-Residenten der Krone Schweden, Herrn Esaias vonPuffendorf, eingereichte Memorial, hinsichtlich der Be-freiung des Fürsten Wilhelm von Fürstcnberg und ande-rer Hindernisse des Friedens, freundschaftlich zu bedeuten:der beharrliche Eifer und die ununterbrochene Bemühungder schwedischen Herren Vermittler, zu Erzielung einesbilligen und allgemeinen Friedensvertrages, seyen höchstlöblich, und Niemand habe sehnsüchtiger es gewünscht undwünsche es noch, daß dieser Eifer und diese Bemühungvon den gehofften Wirkungen begleitet seyn möchten. Dochmüsse es Sr. Majestät nicht wenig schmerzen, daß der Kö-nig von Frankreich seit mehr als einem halben Jahr denFriedensvertrag dadurch verzögert habe, daß er nicht nurdie von Seite des Reiches angebotene Vermittlung abge-lehnt, sondern auch dem Herzog von Lothringen, welcherein Fürst des Meiches und ein Verbündeter des Kaiserssey, verweigert. Man könne hieraus auf die aufrichtigeGesinnung des allerchristlichsten Königs schließen, welchereinerseits alle Wege, die zur Ausgleichung führten, ver-schlösse, und neue Vorwände aussinne, um seine Gesand-ten von Köln abzuberufen, und andererseits die Welt gernüberreden möchte, daß er einen anständigen und allgemei-nen Frieden ernstlich wünsche. Dieser letztere liege durch-aus nicht in seinen Planen, und um ja nur die Möglich-keit desselben zu zerstören, ziehe er die fremdartigstenSachen gewaltsam hinein. Die Verhaftung des FürstenWilhelm könne keinen anständigen Grund zur Klage ge-währen, denn der Kaiser habe diesem niemals freies Ge-leite zugesichert, und auch keine Ursache gehabt, einem