Könige und Souveraine leichtfertig beflecken lassen, so sielänger am Krongreßorte verweilten. Bereits machen sieauch ziemlich nuverstcckt Miene zur Abreise. Bon dieserBcsorgniß getrieben, wußten die Mediatoren kein anderesMittel, als einen zweiten Edeln ihres Geleites als Eilbotenan mich abzufertigen, mit der dringenden Bitte, von E.k. Majestät in geziemender Ehrfurcht schuldige GcNngthnnngfür eiuc so abscheuliche Gewaltthat, deren Offiziere Aller-höchstderselben bczüchtigt werden, so wie die verdiente Be-strafung der Urheber, Helfer und Helfershelfer zu be-gehrcn.
»Inzwischen hat unter dem Volke das Gerücht sich ver-stärkt, jene Verhaftung sey auf Befehl E. k. M. vorge-nommen worden; auch kann ich nicht verhehlen, daß mirsolches neulich am vcrwichcnen Samstage durch Sc. Er-cellenz, den Herrn Geheimen Rath und Erzkanzlcr, Baronvon Hocher, und zwar, wie er vermeldet hat, auf Höchst-derselben ausdrücklichen Befehl angekündigt worden. Weiljedoch in dieser Mittheilung die Voraussetzung vorzuherr-schen schien, als sey der Herr Landgraf von Fürstcnbergkeineswegs mit durch die Heiligkeit des Gesandten-Cha-rakters beschützt gewesen, und weil auch mit keinem Wortsdes Umstandes gedacht war, daß E. k. M. selbst die StadtKöln zum Schauplatz jener Erckntion ausersehen, so lagdeutlich am Tage, wie sehr besagte Offiziere sowohl hin-sichtlich der Person, als des Ortes, welcher Kraft desöffentlichen von E. M. verliehenen Freibriefes nicht nurallein den Gesandten selbst, sondern auch ihren Prinzipa-len und deren ersten Minister», ja selbst deren Bedientenunverletzbare Sicherheit gewähren muß, in einem außer-ordentlichen Jrrthum befangen waren, und daß sie somitmehr als Vollzieher eigener Willkühr und keineswegs derMandate E. k. M. gewesen waren- Teshalb stelle ich im