Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
191
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der gewandte Puffendorf den Grafen von Kaunitz undSternbcrg übermachte, lautete also :

»Geliciligte kaiserliche Majestät! Gnädigster Herr! Dadie, wie es allgemein heißt, auf Befehl einiger Hauptleutedes Iranischen Regiments und auf öffentlicher Straße vor-genommene gewaltsame Verhaftung und nachmals erfolgtegefängliche Abführung des zu den Friedensverhandlungenin aller Form beauftragten chnrkölnischcn Bevollmächtigtenund Gesandten, Herrn Landgrafen zu Fürstenberg, zu sovielen und wichtigen Fragen Anlaß giebt, daß die geringstedaraus entstchbarc Folge eine völlige Auflösung des Kon-gresses seyn dürfte, welcher durch die sehnsüchtige und fle-hentliche Stimmung aller Christen eröffnet und nicht ohneHoffnung eines glücklichen Endergebnisses fortgesetzt wor-den war, — so hielten es die von der königlich schwedi-schen Majestät, nnserm allergnädigstcn Könige, zumVer-niittlcramtc abgeordneten und mit unbeschrankten Voll-machten ausgestatteten, außerordentlichen Gesandten fürihre Pflicht, ohne Verzug so viel als möglich zu Abwen-dung aller aus jenem Ercigniß zu befürchtenden Übel, sechsTage nach jenem Vorfalle, nämlich den 16. Februar, ei-nen Edelmann an Euer k. Majestät Gencral-Feldmarschall,den Herzog von Bourneville, nach Bonn zu senden, miteinem Schreiben, welches die Thatsache anzeigte und dar-auf drang, daß sie ohne alles Zögern, wie billig, wiedergut gemacht würde. Da man jedoch von diesem Fcldherrnkeine andere Antwort erhalten konnte, als daß er für schleu-nigen Bericht über den Vorfall an E. Majestät Sorgetragen würde, so schweben wir um so mehr in Zweifel, alSwir leider gewahren müssen, daß die übrigen öffentlichenMinister der That die Bedeutung geben : sie würden dieSicherheit, welche au ihren Beruf und ihre Person natur-gemäß sich heftet, tollkühn preisstelleu und die Ehre ihrer