Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
186
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»Der König fühlte zu diesem Benehmen um so mehr sichveranlaßt, als er dem Kaiser den Vorwand benehmenwollte zu glauben, er scy gesonnen, die Friedenshandlungwegen dieser That abzubrechen. Se. Majestät berief alsoihre Gesandten nicht auf der Stelle von Köln ab, wiewohldie Neutralität dieser Stadt schon an und für sich dadurchgekränkt worden, und der König rechtmäßige Ursache ge-nug gehabt hätte, nicht mehr viel darauf zu bauen.

»Daß Se. Majestät mehr als befugt waren, sehr ansIhrer Hut zu seyn, ergab sich aus mehrfachen Umständen.Nicht nur genossen Ihre Botschafter ebenfalls nicht der-jenigen Sicherheit, welche an dem Staatsminister einesmit dem Könige alliirten Fürsten und Bundesgenossen sosehr verletzt worden, sondern ihre Libereicn jlävröo») undLeute wurden sogar von denselben kaiserlichen Kriegsleu-ten angehalten und Sr. Majestät Geld, welches auf Ih-ren Wagen geladen war, ist, in Folge der Order einesgranischen Offiziers, in einer Stadt, darin jedermann dasRecht freier Ausfuhr besitzt, aufgegriffen, ferner ein vondein Grafen von Chamilly an die Gesandten abgefertigterEilbote verhaftet und beraubt, und endlich die StadtKöln, welche man als Mittelpunkt gemeinsamer Sicherheiteigens gewählt, durch eine seltsame Metamorphose in ei-nen blutigen Schauplatz umgewandelt worden, ans welchemdas Blut derjenigen floß, die, gemäß eines an den Ma-gistrat geleisteten Eides, die Neutralität verthcidigen woll-ten, bloß, damit Gcwaltthätigkeiten ungehindert in's Wcrkgesetzt werden konnten, welche die Habsucht und die Rach-lust gewissen Leuten eingegeben.

»Zwar hatte Se. Majestät sich so viel als möglich ent-halten , einige dieser Handlungen dem Befehle des Kaiserszuzuschreiben, und gemäß der Achtung, welche sie für denRuhm dieses Monarchen fühlt, getrachtet, sich selbst zu