zösischeu Bevollmächtigten den schwedischen Vermittlernübergeben ward.
»Wiewohl die an der Person des Prinzen Wilhelm vonFürstcnberg, Bevollmächtigten des Chnrfürsten von Köln,verübte Gewaltthat am Orte der Friedciisnnterhandlungcnselbst, und zwar durch Hauptleute und Soldaten des Mar-quis de Grana vorgenommen worden, so wollte doch derKönig im Anfang nicht glauben, daß der Kaiser selbstUrheber eines so widerrechtlichen Anschlags gewesen; dennSe. Majestät, welche an und für sich selbst der Meinungist, daß allen Königen und Potentaten nichts heiliger scyirsollte, als Bewahrung von Treu und Glauben und gege-benen Worte, (') war der Ansicht, er würde dem Kaisereine schwere Beleidigung zufügen, wenn er durch einenAnschlag dieser Art ein im Angesichte von Europa und inMitte des Reichstages zu Negensburg gegebenes Verspre-chen hinsichtlich der Sicherheit und Neutralitat einer Stadtbräche, von der aus die gesammtc Christenheit ihre Ruhezurück erhofft,
»In Erwägung dieses Umstandcs wollte Se. MajestätIhr Mißfallen über die That nicht alsoglcich offenbaren,sondern dem Kaiser Zeit vergönnen, jedermann kund znthun, daß sie ohne seine Order geschehen; Sr. Majestätwäre lieb gewesen, wenn jener durch Bestrafung der Ver-über des Werkes alsbald seinen Ruf von dem dadurch aufihn gekommenen Brandflecken zu reinigen für gut gefunden.
l') Welch bittere Satyre machte hier Ludewig nicht auf sich selbst!Seine ganze Regierung war eine fortlaufende Kette vonMeineiden. Treulosigkeiten, Vertragbrüchen, balo auf Kostender Fremden, bald der eigenen Unterthanen. Diese Sündenpachten sich schwer und furchtbar an seinem in solcher Gestn?nung fortschreitenden Geschlecht.