Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
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Burmattn in Gegenwart Hochcrs erklaren. Die Person bekGrafin war nun sehr mitkompromittirt.

Der Kaiser ward über die Entdeckung äußerst aufgebrachtund verfügte eiue strengere Verwahrung des Prinzen; derFrau von Löwenstein aber, welcher man ihre Papiere eben-falls in Beschlag genommen und mit den übrigen vergli-chen, ließ er durch den Kanzler bedeuten : »Bregel undVurmanns hätten die Rolle von Spionen gespielt unddiese, so wie andere verdächtige Leute und Feinde SeinerMajestät, bei der Grafin Schutz und Unterschleuf gefun-den :c. Daß diese mit dem Verhafteten geheimen Briefwech-sel gepflogen, könne er ihrer schwesterlichen Liebe und Af-fektion verzeihen; allein, daß sie einen ähnlichen zwischendem Prinzen und jenen Leuten begünstigt, müsse des Kai-sers gerechten Unwillen wider fie erregen. Demnach hättedie Gräfin schleunigst.sich aus Wien zu entfernen, dennnach allem, was vorgegangen, könne ihr durchaus nichtmehr getraut werden.«

Die Frau von Löwenstcin suchte sich zwar so gut alsmöglich zu entschuldigen, und wendete alle weiblichen Waf-fen der Überredung und des Mitleids an; sie kehrte ihreübergroße Freundschaft zu dem gefangenen Bruder in denVordergrund, und betheuertc, ihm blos in der Absichtgeschrieben zu haben, daß er Mittel und Wege findenmöchte, sich gegen die übergroßen Anklagen in öffentlichenSchriften zu vertheidigeu; alles, was sie ihm mitgcthcilt,scy blos zu seiner Tröstung und Erheiterung geschriebenworden. Daß sie einen Plan zur Befreiung des Prinzenausgcschmiedct, müsse sie beharrlich in Abrede stellen; dochkönne sie keineswegs auch für Burmannsund GrammontSSchritte Bürgschaft leisten, indem diese Herren niemalsin ihre Geheimnisse sie eingeweiht.

Wie man die Erklärungen der schlauen Maria Fran-