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zärtliche Schwester Maria Francisca, Gemahlin oderWittwc des Grafen von L ö w en stci n-Wert he im,welche zu Wien ein eigenes Haus und vielen Einfluß hatte.Sie hatte eine Weile unverdächtig mit ihm gebriefwcchseltund die Erlaubniß erhalten, bisweilen Erfrischungen ihmzusenden zu dürfen. Diese Gunst benutzte sie dazu, geheimeNachrichten ihm mitzutheilcn, und die Briefe wurden alsMakulatur um jene Pommcraiizen gewickelt, welche sie ihmkorbwcise Übermächte. Die Wachen, welche laut gemessenenAuftrags, alles zu untersuchen hatten, fanden nun nichtsverdächtiges an der Sache; aber die unglückselige Spar-liebe eines der Hüter, welcher das schöne Papier zu kostbarfand, um also nutzlos verschwendet zu werden und welcheralle Stücke ablöste und durch schlechteres Papier dafür nmdie Früchte gewickelt, ersetzte, gab Anlaß zu Aufmerksam-keit und Argwohn. Auch hatte man bereits die Regsamkeitdes kölnischen Sekrctairs Burmann, welcher bei der Gräfintäglich aus- und einging, wahrgenommen und einen vor-handenen Plan hcrausgewittert. Man beobachtete sowohldiesen Mann, als die Sendungen der Dame genauer, undda inzwischen auch die Papiere, die zu höherer Kenntnißgekommen waren, die Vermuthnng einer geheimen Kor-respondenz bestätigten, so wurden plötzlich sowohl Burmannals sein Miteinvcrstandner Brägel, ebenfalls diplomatischerAgent, angehalten und sämmtliche bei ihnen vorfindlicheSchriften weggenommen und untersucht. Die Drohungen,welche man gegen den Ersten anwendete und die Miene,die man sich gab, als hätte Letzterer schon alles eingestan-den, bewirkten, dag der Sekretair alles bekannte, wasman haben wollte. Das zwischen dem Gefangenen und sei-nen beiden Brüdern zu Straßburg und München zum Be-hufc der Befreiung Verhandelte und Verabredete wurdenun völlig bekannt und selbst die Briefe in Ehiffern mnßte