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Selbstgefühl als dessen dankbarer Schüler und getreuerFreund im Unglücke und gab seinem Gegner nicht undeut-lich zn verstehen, wie wenig Grana und die Nation derSpanier, von der er stamme, die Größe eines solchenMannes zu fassen im Stande wären. (I Der unparteii-schen Nachwelt gereicht es zu nicht geringem Vergnügen,in einer so schlechten Zeit, wie die damalige, grelle Wahr-heiten der ersten Art und eine Schutzrede des größtenHelden der Fronde aus dem Munde eines DiplomatenLudwigs XIV. anzuhören.
Obgleich die beiden Brüder durch diese früher» Vorgängeüber die geheimen Absichten des Kaisers wider ste hinläng-lich belehrt scyn konnten, so zog doch nur der Bischof vonStraßburg Nutzen daraus; Wilhelm Egon aber, vielleichtdurch die darüber verflossene Zeit wieder in Sicherheit ein-gewiegt, gerieth ein volles Jahr darauf erst in die Falle.Freilich mochte er in einer ganz eigenthümlichcn Stellung,als erster Minister und Gesandter des Churfürsten und imVertrauen auf den Schutz der Kollegen, dem Gedanken aneine That, wie die nun erfolgte, nimmermehr sich hinge-geben haben, und ihn konnte der Umstand, daß der Frei-herr UJsola freundlich ihn empfangen, der Kongreß ihnZu den Berathungen zugelassen hätte, so wie der Anblickdes wichtigen Werks, das von der günstigen Stimmungdes französischen Königs zum größten Theil abhing, nochmehr beruhigen. Aber er hatte die Macht der Leidenschaftdie Entschließungen eines von Persönlichkeiten so viel-fach bedingten nud diesen oft maaßlos sich hingebendenMonarchen, wie Leopold, allzu wenig erwogen; er hattedenselben zn sehr geringgeschätzt, um seinen Zorn nichtfurchten zu müssen. Auch gedachte er der persönlichen Krän-
) des Viar. Xurnx-vnrn. ?. XXVII. x. IOZ iso.