Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
160
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wie die Abgeordneten Friedrich Wilhelms, arbeiteten ausallen Kräften den Anstrengungen Wilhelm Egons undFranz Egons, mehr als früher, entgegen.

Die Nachricht von Besetzung verschiedener Plätze durchkölnische und des größtenthcils von Cleve durch franzö-sische Truppen beschleunigte den Abschluß eines Vertrageszwischen dem Kaiser und dem Churfürstcn. Die Freiheitender Stadt Köln wider den Erzbischof, die Selbstständig-keit der Republik wider den König, die Rettung Bremenswider Schweden, waren Hauptpunkte darin. Die Beschwer-den Frankreichs über die veränderte Sprache zu Wienwurden in bittern Denkschriften ausführlich beantwortet.

Endlich, nachdem die langwierigsten Unterhandlungenden ganzen Winter 1672 hindurch gedauert, erschien am 7.April das französische Kricgsmanifesr, ein Mei-sterstück diplomatisch-naiver Unverschämtheit. England er-öffnete den blutigen Kampf zur See, längere Zeit zumVortheil der Holländer; kraftvoller operirtc die LandarmeeLudwigs. Die berühmten Kriegsmeister Turcnne, Conde,Luxemburg und der König in eigener Person, fübrten die-selben in vier großen Abtheilungen an. Mehrere Provinzenund vierzig Städte fielen dem Sieger zu. Er erschien hartunter den Thoren des reichen und mächtigen Amsterdams.Nur die Trägheit eines schläfrigen Bürgermeisters ver-hinderte zum guten Glück, daß dem Könige nicht dieSchlüssel der Stadt entgegengesandt wurden. Als manendlich letztere unter Wasser und alle alten National-Eriunerungen in Bewegung gesetzt hatte, stand der Laufder Eroberung wieder still. Der Kaiser, Brandenburgu. A. wurden dringend um Hülfe gemalmt.

Der Churfürst und Montccucnli traten nun ebenfalls mitdem alten Ruhm ihres Namens auf, aber ohne in dem erstenFcldzug große Lorbeeren zu erfechten. Vielmehr ging man-