Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
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währende Zweideutigkeit des Königs wirkte viel hiezu.Besonders erregten die überall ausgestreuten Erklärungen,womit man die Katholiken zu gewinnen suchte: nämlich,daß die wahre Religion durch den vorhabenden Krieg be-trächtlichen Zuwachs erhalten dürfte, Befremden und Miß-trauen. Er faßte den religiösen Punkt daher mit Geschick-lichkeit auf und ließ an Fürstenberg die Frage stellen:wcßhalb Se. Allerchristlichste Majestät, »in der ganzenWelt einen Beweis ihrer uneigennützigen Gesinnung zugeben, nicht vorerst von den Holländern vollständigen Ersatzfür Schaden und Schimpf in den erforderlichen Formenbegehre, und dann erst, wenn alles wider Recht und Bil-ligkeit geweigert worden, zu schärfcrn Mitteln greife? Esscy doch immerhin etwas sonderbar und unbillig, daßman auch noch dritte Personen, welche nicht so viel Gründezu Beschwerden wider die Holländer hätten, nöthigenwolle, Thcil am Kampfe wider sie zu nehmen.

Fürstenberg billigte ganz diese Ansicht als die eines ehrli-chen Tcutschcn und erklärte, daß er denselben Weg dem Kö-nige selbst wohl früher angerathcn; allein letzterer habemit seinen Bundesgenossen sich bereits schon also tiefeingelassen, daß das denselben gegebene feierliche Wortihm nicht mehr erlaube, an friedliche Ausgleichung zudenken. Der König sey übrigens mehr Theilnehmcr, dennUrheber des Kriegs. Auch sein Herr von Köln beharreauf der Neutralität; nur dann, wenn der Bruch un-vermeidlich, scy er fest entschlossen, die Partei Frankreichszu ergreifen.

Neuburg thciltc den Wunsch Brandenburgs, neutral zubleiben, um später sodann noch immer mit Vortheil zwischenden Parteien auftreten zu können; meinte es, sollte mandie übrigen Fürsten zu Ähnlichem zu bestimmen trachten.Aber im Rath des großen Chnrfürsten selbst waren die