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französischen Minister ihm gethan. Die Abteien' Ludersund Murbach waren nach Leopold Wilhelms Tode FranzEgon in Wien förmlich zugesichert, nachher aber abge-schlagen worden; dieser Umstand — behauptete man —habe den Hanptstachel in ihnen zurückgelassen, und fran-zösischer Scits man dadurch sie gewonnen, daß vom Pabstedie Erlaubniß ausgewirkt worden, auf den Fall glück-lichen Kampfes wider die Generalstaaten, einen beträcht-lichen Theil der Kirchengüter in denselben ihnen übergebenzu dürfen. Vermuthlich auch scy Wilhelm Egon oder sei-nem Bruder überdies noch eine hohe geistliche Würde schondamals zugedacht worden.
Als Frankreich die Abneigung des Churfürsten vonBrandenburg zu förmlichen Anschluß an das Angriffbünd-niß wahrgenommen, suchte es wenigstens seiner Uupar-teisamkeit sich zu versichern, und Wilhelm von Fürstcnbergarbeitete in diesem Sinn. Er redete zu Bielefeld bei denAbgeordneten viel von der Unterredung, welche er mitdem Könige zu Dünkirchcn gehabt, und worin derselbeseine Geneigtheit kundgegeben, mit einigen tcutschcn Für-sten in Bündniß sich einzulassen, nicht so fast seines, alsihres eigenen Vortheils willen. Allen Anzeichen scyen da-für, daß der König Frieden oder Krieg gleichsam ihremSchicdspruche, und im Falle des letztern, alle Einkünfteund Städte, so man gewonnen, ihnen zu beliebiger Ver-theilung heimstelle. Zum mindesten jedoch erwarte der Kö-nig ihre Neutralität, und kein Anschließen an die Parketder Holländer, nachdem die Fürsten so oftmals ihre Ab-neigung wider jeden Krieg kund gegeben. Die französischenTruppen, wdlche durch ihr Gebiet zögen, würden so großeSchonung als möglich beobachten.
Auch jetzt noch gab der große Ehurfürst keine bestimmteAntwort, sondern behielt sich alles noch vor; die fort-