Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
150
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samkcit erklärt, und nun habe es doch den Anschein, alswolle man recht geflissentlich den Schauplatz des Kriegeshieher verlegen. Da er, Friedrich Wilhelm, jedoch nicht zu-geben könne, daß Jülich und Kleve in den Krieg mitver-wickclt würden, so crmahne er, als guter Freund undNachbar, den Erzbischof dringend, seine Gedanken aufErhaltung des Friedens zu richten und nicht selbst die Fak-kcl der Zwietracht anzünden zu helfen. Für bloße Berthci-digung sey die Rüstung allzu ansehnlich. Sollten jedochalle diese Warnungen kein Gehör finden, so behalte er,der Churfürst, sich alle seine Rechte auf Entschädigung fürdie Falle vor, wo ein Thcil seiner Staaten beeinträchtigtwerden sollte.

Der Erzbischof antwortete darauf durch das Organ derFürstenberge : Niemals sey ek auch nur entfernt ihm inden Sinn gekommen, irgend einem Fürsten des römischenReichs Stoff zu Beschwerde und Argwohn zu geben; inder That habe er zu den Waffen gegriffen; doch könne diesNiemand befremden, welcher wisse, wie von Köln, derStadt, aus alle Minen gegen ihn gesprengt und welcheHeerrüstungcn rings in der Nachbarschaft gemacht würden.Was er thue, sey Akt der Nothwchr; denn von des h.römischen Reiches Standen dürfe er nirgendher Hülfe er-warten, und falls sie auch käme, so würde sie doch erst nacherlittenem Schaden, somit zu spat, eintreffen. Durch dieWeigerung Brandenburgs, den bielefelder Vertrag zuvollziehen, sehe Köln sich jeder Hoffnung des Beistandesgegen diejenigen beraubt, von welchen es einen Angriffbefürchten müsse. Daß der Erzbischof daher mit allen Kräf-ten, welche ihm zu Gebote stünden, zur Vertheidigung sichrüste, könne Niemand ihm verübeln; eben so wenig ver-arge derselbe es dem Churfürsten, wenn er gegen Schadensich verwahre, zu welchem er freilich selbst den nächsten