Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
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lichesHinderniß in die Sache. Fürstenberg trieb die Kühnheitauch so weit, öffentlich zu erklären: er sehe keinen Grundein, warum einem so bedeutenden Kreisstandc nicht alle ver-fügbaren Streitkräfte anvertraut werden sollte»; mit die-sen könne man die kleinen Fürsten, ewig und überall einschleppendes Hindcrniß für größere Zwecke, leicht unter-drücken und verwenden. Der Gesandte von Schweden undder Abgeordnete von Lüneburg bliesen in dasselbe Horn.

Nichts desto weniger schloß man am 6. Julius den Ver-trag ab, und Köln ward mit in denselben aufgenommen,jedoch so, daß das Instrument nur für die Zukunft Gül-tigkeit haben sollte; Brandenburg bestand fest darauf, umNicht gleich anfangs mit dem Erzbischof in Hader gerathenzu müssen. Immer mehr zeigte ssch's aber, wie tief Kölnund Münster bereits mit Frankreich sich eingelassen, sozwar, daß Friedrich Wilhelm den Vollzug des Bundvcr-trages ablehnte, so lange nicht alles in den Lt-iwm guo vorAbschluß desselben gekehrt. Der Bischof von Straßburgund der Herr von Versus hielten täglich Zusammcnspra-chen und unterhielten durch Eilboten mit Versailles deneifrigsten Verkehr mit einander.

Bereits hatte auch Wilhelm von Fürstenberg Truppcn-abthcilungcn zu Neuß ein Lager beziehen lassen und fran-zösische Korps waren in's Kölnische aufgenommen worden.Beträchtliche Kriegs- und Mundvorrathe wurden in die-sem Gebiete mit französischem Gclde aufgekauft und auf-gehäuft. Der Bischof von Straßbnrg erklärte frei und frank:man könne der französischen Armee den Durchmarsch durchJülich und Kleve nicht verwehren; blieben die Verbünde-ten nach dem Geiste des geschlossenen Vertrages länger zu-sammen vereinigt, so würden die Verhältnisse zum Aller-christlichstcn Könige eben nicht die glänzendsten seyn. Ludwigberuhigte die Stadt Köln durch seinen Gesandten damit.