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und Köln wolle ebne Rücksprache mit Brandenburg nichtsunternehmen; aber der König begehre nnnmchr FriedrichWilhelms bestimmten Entschluß zu wissen, um sein eigenesBenehmen darnach einrichten zu können. Auf keinen Fallwerde jener von seinem kriegerischen Vorhaben abstehen, aber,falls von dieser Seite keine Thcilnahmc erfolge, anch kei-ner der beiden Fürsten irgend eines Gewinns sich zu er-freuen haben. Sollte gleichwohl noch Aufschub in diesenDingen gefordert werden, so würde derselbe unter keinerandern Bedingung mehr vergönnt, als daß man Frank-reich das Wort gebe, der Allianz beitreten zu wollen.Inzwischen thue unvcrwciltc Rüstung noth; denn also inwahrhaftem Stand sich befindend, werde man vortheilhafteBedingungen leichter erwirken, als ohne diese Maßregel.Der Churfürst von Brandenburg, von unüberwindlichemMißtrauen gegen Fürstcnbcrg erfüllt, begnügte sich mitkurzen Antworten, und wich durch die Erklärung ans,daß er vorerst den französischen Gesandten noch abwartenwolle., welcher bereits auf dem Wege scy.
Letzterer traf auch wirklich ein, und versuchte sein Bestes,ohne jedoch die bedachtliche Ehrlichkeit des tcutschen Für-sten schneller zu Ander»! bereden zu können, als Gewissenund Recht Jenem für nothwendig vorhielten. Fürstcnbergnahm darauf Pfalz-Nenbnrg vor, und machte bei diesemdie gleichen Gründe geltend, wie bei Brandenburg. DerHerzog konnte weniger Verstand entgegen setzen, alsder Churfürst; dafür sprach sich sein Gefühl desto richti-ger und ahnungsvoller in den Schilderungen all des Übelsaus, welches über Teutschland und einen großen Theilvon Europa durch diesen neuen Krieg kommen dürfte.Überdies hielt er die zu hoffenden Vortheile für Ungewis-ser , als die damit verbundenen Drangsaale. Als ein Fürst, 4der anch auf das Schicksal seiner Unterthancn, nicht nur