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schlicken, jene Plätze an die Ausländer überliefern zuwollen. Man dürfe — meinte Wilbelm Egon — über diePlane Frankreichs nicht länger sich täuschen; seine Heer-massen würden demnächst wider das Gebiet der Gcneral-staaten anrücken, nicht so fast aus Lust zu Eroberungen,als angetrieben von einem hochherzigen Gefühl, erlitte-nen Schimpf auf glänzende Weise zu rächen. Da jedochkein Unternehmen am Rhein und an der Maas möglich, ohnedie Staaten beider Churfürsten zu berühren, so gehe dcSKönigs Verlangen dahin, mit denselben über billige Ent-schädigungen sich im Voraus mit ihnen und den andernStänden des betreffenden Kreises cinzuverstchen, so wieüber die Frage, ob die beiden Fürsten geneigt wären,dem Bunde beizutreten oder nicht? Dies sey der Gegen-stand dcrmaliger Unterhandlung. Sein Herr von Köln —äußerte Fürstenberg weiter — sey sowohl wegen des lüt-ticher Gebiets, als wegen des untern Erzbisthums ammeisten dabei betheiligt; da diese Landschaften zunächstdas Loos der Verwüstung treffen könne, so müsse guterund schneller Rath ihm scbr willkommen scyn. Der Prinzbetheuerte, daß von kölnischer Seite alles Mögliche gesche-hen sey, um das Kricgsgewitter zu fernen; aber ohne Er-folg. Zwischen England und Frankreich herrsche blos überdie Frage noch einiger Widerspruch: ob Holland von bei-den Königen mit vereinigter Macht zugleich, oder von je-dem insbesondere angegriffen werden sollte?; für erftercssey der Hof, für letzteres das Parlament vorzüglich ge-stimmt. Sein Herr hege die Ansicht, daß geradezu gemein-schaftliche Sache mit Frankreich gemacht werden müßte, under sey dazu auch entschlossen, indem die Republik beharr-lich sich weigere, seine gerechten Ansprüche wegen Rbein-bcrgen, frühern vertragsmäßigen Vcrbcißungen zum Trotze,zu befriedigen. Noch stehe zwar alles auf dem alten Fuß,III. 10