Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
128
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äussert, erleide Hindernisse von anderer Seite. Er, derCburfürst von Brandenburg, stehe zwar mit keinem Für-stenhanse in förmlicher Fehde; allein die beabsichtigte Ver-bindung sollte ja ausschließlich zu Erhebung der Machtder Wähler vor sich gehen; wolle man also doch schlech-terdings durch andere Fürsten sich verstärken," so könnedies füglicher durch besondere Verträge geschehen. Alsoredete Friedrich Wilhelm, der große Churfürst. Daraufglaubte Wilhelm von Fürstenberg folgende Bemerkungektmachen zu müssen :

«Der Friede zwischen Frankreich und Holland wird bin-nen kurzer Zeit gestört werden; die Ungeheuern Rüstungenweisen «deutlich darauf hin, und daß dieser letztere seineHccrmacht bereits auf mehr denn 89,000 Mann vermehrthat, liefert fast den Beweis dafür. Seinerseits feiert Frank-reich auch nicht; die alten Hcerabtheilunge» werden ergänztund neue Rekruten überall ausgehoben; die Seemacht istaufeinen ansehnlichen Fuß gebracht. Aus allen Reden des Kö-nigs und seiner Miniskr, die ich mit angehört, läßt sich abermit Gewißheit schließen, daß die Rüstung den Holländernund keineswegs den Spaniern gilt; der Sturm wird früherlosbrechen, als viele wohl meinen dürften. Dieser Um-stand-hat denn meinen Herrn von Köln zur Überzeugunggebracht, daß ein Zusammentreten mehrerer Churfürsten,welche die Sache am nächsten berührt, Statt finden undGemeinsam von diesen erörtert werden müsse, aufweicheWeise jener Krieg verhindert werden möchte; ferner, auf >den Fall, daß der Krieg unvermeidlich, ob es geratbenersey, darin Partei zu nehmen oder nicht? Es muß fernersodann in Erwägung gezogen werden, in wie fern, aufdie Grundlagen des zwischen ihnen beschlossenen Verbält-uisses auch auf die übrigen Fürsten gearbeitet werden soll?