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drnbupg im Verein mit Köln und andern Ständen Allesanwende, was dem neu sich entspinnenden Kriege zu be-gegnen im Stande sey. Sollte gleichwohl derselbe nichtverhindert werden können, so müsse man doch solche Maß-regeln ergreifen, welche dahin dienten, die beiderseitigenGebiete vor Gefahr zn schützen. Damit es nun aber denSchein nicht gewänne, als handle es aus Austrag desKönigs, so schlug Wilhelm die Erneuerung des Churfür-stenbundes und die Auflösung des regcnsburger Konven-tes vor, welcher zu nichts anderm mehr diene, als dieDeutschen vor ganz Europa lächerlich zu machen. In glei-chem Sinne und dazu bestens bearbeitet, redeten Melchiorvon Schönborn und Konstantin Bertram, die Abgeordne-ten von Mainz.
Der Churfürst crwicderte an sie und Fürstenbcrg Fol-gendes : Ein kollegialisches Einschreiten der Churfürstcnwürde bei allen übrigen Ständen große Eifersucht erwek-kcn. Wohl sey es von höchster Wichtigkeit, daß ein enge-res Band wiederum die Churfürste» umschlinge, zu ge-meinsamem Schirm ihrer Vorrechte, welche gegenwartigmehr als jemals gefährdet würden; doch würde es zweck-mäßiger seyn, in Negenspurg selbst mit Einheit zu han-deln, wo ja ohne dies Gesandte von sämmtlichcn anwe-send; dadurch blieben schlimme Gerüchte vermieden. Aufden Fall, daß man irgendwo hin einen Fürstentag aus-schreibe, lasse sich nicht leicht vermeiden, daß der Kaiser(gemäß seines konstitutiounellen Rechtes) nicht auch einenBevollmächtigten dahin sende, und so könne auf dieseWeise doch nichts geheim verhandelt werden. Ein großerAnstand dürfte überdies mit Böhmen eintreten; diese Churmit einzuladen, würde schlechterdings unzuläßlich seyn,denn diese Chur sey des Kaisers. Andere Fürsten aber mitzur Vereinigung zu rufen, wie Mainz den Wunsch ge.