Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
126
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Antwort gegeben worden, suchte man besonders diejenigenteutschen Fürsten zu gewinnen, durch deren Lande dieArmeen, welche die Gcncralstaaten angreifen sollten, ein-zig ziehen konnten; denn Belgien sollte, ans Rücksicht fürEngland, inzwischen noch geschont werden. Köln, Mün-ster, Brandenburg, Hannover und Waldeck waren daherdie wichtigsten, welche man sich zu versichern hatte. Er-steres, worüber die Fürstenbcrge (') unbeschränkt gebo-ten, hatte bereits seine Zustimmung gegeben. Den Bischofvon Münster trieben ebenfalls unersättlicher Ehrgeiz undunbczwinglichcr Hang nach Unruhen, in die Anträge desversailler Kabinettcs einzugehen. Die Verwandtschaft desKönigshauses mit Johann Friedrich von Hannover ver-bürgte die freundschaftliche Gesinnung dieses Herzogs.Nur Waldeck erfüllte, trotz früher genossener Jahrgehal-te, seine Zusagen nicht. Brandenburg endlich, welchesdem König den Hauptkummer machte, sollte durch Wieder-gcwinn der von Holland ihm entrissenen cleve'schen Städtegeködert werden.

Schon einige Zeit zuvor hatte Blumenthal mit freund-lichen Anträgen die Operation auf des Churfürstcn Ent-schlüsse begonnen; nunmehr folgte Vaubrunn, dem eineaußerordentliche Sendung übertragen ward, mit schmei-chelhaften Schreiben des Königs an Friedrich Wilhelm;aber das Unbestimmte seiner Vorschläge verrietst? bald deneigennützigen Zweck; das Hauptgewicht setzte man aufWilhelm von Fürstenberg, welcber unter der Firma einesGesandten von Köln nach Berlin abgegangen. Dieser stelltedem Churfürsten vor: wie schläfrig zu Regensburg allesbetrieben werde, und wie es höchst Roth thue, daß Brau-

st') Im Zorne nennt der Historiozravb von Brandenburg sie:»libicliuis LuIIrcse pestilelitisslwa ilistrnwsuta.«