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Philipp von Mainz an der Spitze, erhielt sich gleichwohlund ward mehrere Jahre hinter einander wieder erneuert(1658 — 1668). Er hatte auf den Abschluß des pyrenäi-schcn Friedens einen nicht unbedeutenden Einfluß geübt. (')
Große Ereignisse waren inzwischen auf dem politischenSchauplatz vorüber gegangen, und noch größere bereite-ten sich vor. Das Kriegsglück König Karl Gustavs vonSchweden, trotz dem Beistande des Sicbenbürgers Ra-goczy, fing an zu schwanken; Dänemark und Branden-burg vermehrten die Zahl seiner Feinde; aber der kühneZug nach Seeland, über die zugefrorne See, hart unterdie Thorr der dänischen Hauptstadt, rettete den altenRuhm und erwirkte den Frieden von Rocskilde. GegenPolen und andere Feinde blieben ihm nun neue Kräfte.Der Kaiser war der gefährlichste unter denselben. Montc-culi und der Churfürst leiteten die Anschläge Aller. Ehr-geiz und Treubruch führten daher den König nochmalsvor Koppcnhagen, von welchem er kurz vor seinem Todezurückwich. Dafür blieb Pommern feindlichen Besuchen aus-gesetzt. Der Friede von Oliva, von Mazarin zugegeben,stellte die Ruhe im Norden her. Andererseits war ein blu-tigerer Kampf wider Rageczy und die vttomannische Pforteentbrannt. Große Unfälle, Thatcn, Verräthcreicn undSchwächen drängten sich hart hinter einander. Ein zwan-zigjähriger Stillstand gab von dieser Seite her etwasfreiem Aehem; die Stände des Reiches waren schlecht be-müht gewesen, Kaiser und Nation gegen furchtbare Ge-fahr zu schützen; des rheinischen Bundes Wirkungen wur-den bereits empfindlich genug gespürt.
Wilhelm von Fürsteubcrg und sein Bruder FranzEgon hatten mehr oder minder in allen diplomatischen
(') lUnotlie's Dunvmarks llistorls. Schmidt, Geschichte der Teut-sche». VN. Z. 4. «ap.