Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
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reichs, welches schon alles gesichert glaubte, und, ver-möge des ihm angeborenen Stolzes, alsbald die Rücksich-ten bei Seite setzte, sobald sie nicht mehr geboten waren,wurde die Opposition neu gereizt. Obgleich Fürstenberg,stets ihr Hauptsprecher und weiter, die Wahlschlacht ver-loren gab, wollte er doch den Rückzug nur mit so großenOpfern für den Gegner, als möglich, antreten. Er ent-wickelte daher noch einmal mit vieler Beredsamkeit, daßes nicht so fast mehr um die Ausschließung des Königs,als um Sicherstellung der Reichskonstitution und um dieEinschränkung der Monarchie in die gesetzlichen Grenzensich handele; er fodcrte daher die Übrigen auf, kluge Klau-seln dem Wahlakt einzuschieben, nämlich folgenoe :

1. der Kaiser hat das Recht nicht, Spanien wider Frank-reich mit Neichstrnppeu zu unterstützen;

2. der Reichshofraih wird auf einen zweckmäßiger» Fußeingerichtet;

3. verletzt der Kaiser irgend ein Rcichsgesetz, so hat erAs last» der Krone entsagt.

Dieser Vorschlag gefiel mehrern nicht übel; aber derEhurfürst von Brandenburg vereitelte größtcntheils seineWirkung dadurch, daß er ihn halb anzunehmen, halb ab-zulehnen schien. Er theil.e zwar die Meinung, daß fürBeschwichtigung der Fremden, welche Mitgaranten deswestphäiischcn Friedens waren, wie für Gewäbrung derWünsche Österreichs gesorgt, und von dem Organismus derReichsverfassung, wie der Freiheit des Wahlaktes undallen politischen Lebensfragen, welche die Stände und dieNation angingen, Rechnung getragen werden müsse; aberer befürchtete nicht gerin e Gefahr aus Beifügung eineskommissarischen Gesetzes zu den Artikeln der Kapitu-lation. Wie schon im gemeinen Leben und in Privatangele-genheiten Niemand ohne Verhör seines Rechtes verlustig gc-