Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
101
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den die übrigen nachfolgen. Ob Fürstenberg zu der Äuße-rung wegen Baiern vielleicht durch Gründe, in Folge neuerMittheilungen und Hoffnungen der Partei seines Bruderszu München, bestimmt worden, oder ob er sie auf seineFaust als kühne Kriegslist gebraucht, ist nicht zu bestimmen.

Mainz, von Kanstein ebenfalls angefragt und zu Er-klärungen über sein sonderbares, doppelstnniges Beneh-men aufgefordert, zeigte, daß es der größern Partei wi-der Willen sich anschließe; daß in der Persönlichkeit desChnrfürstcn für Leopold die meiste Hoffnung des Erfolgessetz, (') da Sachsen, Baieru, Brandenburg und Trierzu dessen Wahl sich hinneigten, Grammonts Versuche zuMünchen durchaus gescheitert und selbst Frankreichs Wün-sche mehr auf Erhaltung des allgemeinen Friedens, alsauf förmliche Ausschließung der Person Leopolds gerichtetseyen.

Leopold, um die fortgesetzten Bemühungen der franzö-sischen Partei zu vereiteln, machte in Person nunmehrsich auf den Weg, und hatte den Ehurfürsten durch freund-liche Schreiben und große Summen an die Reisekosten zupersönlicher Erscheinung in Frankfurt bestimmt; man hofftedurch die fürstliche Würde eines so ausgezeichneten Glie-des das Gewicht der Gründe im Munde eines bloßenGesandten zu erhöhen, und durch sein Ansehen Köln,Mainz und den übrigen mehr zu gebieten. Der Chnrfürsthatte auch zum Voraus die Äußerung sich erlaubt, erwerde bei seiner Ankunft alles schon in's Reine bringen.Durch diesen zuversichtlichen Ton, welcher gar bald be-kannt wurde, so wie durch das frostigere Betragen Oster-

ei Es ist sicher, daß Lcmontey u. N. in ihrer Schilderung derübergroßen Anhänglichkeit Philipp von Schönborns an Frank-reich sehr übertrieben haben.