Fürstenberge auch hier gut für ihren Hauptzweck gear-beitet.
Die Wahloperationen selbst nahmen endlich unter tau-send Jntriguen von allen Seiten mit der weltbekanntenAusfübrlichkeit ihren Anfang; die Partei, welche widerÖsterreich und zu Gunsten Baierns, Ncuburgs, Savoiensund des Erzherzogs Leopold Wilhelm arbeitete, trachtetezum mindesten, wenn ihr Hauptzweck auch nicht erreichtwürde, die Absenkung österreichischer Hülfe nach Flandernzu vereiteln, dessen Zerstücklung und Vertheilung bereitsbeschlossen war. Cromwell war mit in diesem Bunde. Diegeistlichen Churfürsten und Pfalz wurden klug vorange-schobcn. Die Seele dc5 Ganzen waren die GebrüderFürstenberg.
Allein unter den geistlichen Churfürsten spielte Mainzselbst eine sehr zweideutige Rolle; die persönliche Nei-gung des Churfürsten, Philipp von Schönborn, war fürLeopold; die Sprache, welche er öffentlich führte, fürFrankreich. Die cigcnthnmliche Lage und die Gefahrenseines Landes, bei einem Kriege zwischen Frankreich undÖsterreich, zwangen ihn zur größten Behutsamkeit.
Als die Bemühungen der Fürstenberge für den Baicrallzu sichtbar wurden, führte Brandenburg Klage darüber,daß die geistlichen Fürsten so ausschließlich der Sache sichannahmen, und eine allgemeine Sage im Reich gehe, esscy von ihnen bereits beschlossen, den König Leopold aus-zuschließen, gleich als ob den weltlichen Wählern nichtdieselben Rechte zustünden. Die Gesandten des Churfürstengaben sich alle Mühe, Köln von seinem Vorhaben abzu-bringen. Die Bewerbung Savoiens, eines in Sprache undSitten fremden Prinzen, ward, billigcrmaßen, als Na-tivnalschmach hingestellt.
Die Fürstcnbergc sahen bald ein, daß die Opposition