Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
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Auf den schlimmsten Fall werde auch der Pfalzgraf nichtentstehen. Nur hinsichtlich des Brandenburgers sc» zu be-fürchten, daß er entstehe; sollte dieser den geistlichen Für-sten beitreten, so wurde der Wahlakt beendigt scyn. DerChurfürstcn von Mainz und Trier sey man sicher; auf ih-ren Nathschlag werde auch von Seite Kölns die Wahlhinausgeschoben.«

Friedrich Wilhelm ward durch diese so spitzigen undfeingestellten, als bittern und drohenden Erklärungen sehrmit Besorgniß erfüllt; eh' er jedoch ferner zu Werke ging,beschloß er auch noch die Gesinnungen des Pfalzgrafcnauszusondircn, und Jena ging mit geheimen Aufträgennach Heidelberg. Ehurpfalz machte anfänglich allerlei Ein-wendungen, und war ebenfalls der Ansicht, daß vor allemdie. Wahlkapitulation fest geregelt werden müsse. Vergebensstellte der Unterhändler vor, daß gegenwärtig nur zwischendem Österreicher und dem Baicr die Rede seyn könne; daßein katholischer Kaiser durchaus gewählt werden müsse;daß bei Übergchung Habsburgs das Reich in Gefahrvor seiner Rache stehe; daß jedoch übrigens die größteGefahr weniger von Seite des Mächtigern, als desSchwächcrn vorhanden, und das Hauptunglück des Rei-ches niemals durch einen starken Kaiser, sondern durch dieUneinigkeit der Stände herbeigeführt worden sey; derPfalzgraf machte die Rücksichten der Dankbarkeit und seineeigcnthümlichen Verhältnisse zu Schweden und Frankreichgeltend; alles, was von väterlichem Erbgut ihm wiedergegeben worden, verdanke er der Verwendung dieser bei-den Mächte; könne er gegen diese zu Gunsten einesFürsten auftreten, der ohnehin sich unuöthigerwcise infremden Krieg verwickelt? Karl Ludewig schloß zuletztmit der Erklärung, daß er keinem von beiden Hanpt-bcwerbern die Stimme geben werde. So hatten die