Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
96
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ses könne außer dem Könige von Ungarn zur kaiserlichenWürde erhoben werden, selbst auf die Gefahr hin, daßsie auf einen Dritten übergehe, so müsse man wohl jedenGedanken an denselben aufgeben. Übrigens fänden sich,auch abgesehen von diesem, rücksichtlich der übrigen Glie-der der Familie Habsburg Punkte genug, welche in Er-wägung gezogen zu werden verdienten. Sie stellten zwarnicht kategorisch den Satz auf, daß Leopold förmlich aus-zuschließen scyj; aber doch — meinten sie — müsse man so-wohl sein allzugeringes Alter, als den polnischen Kriegerwägen, in welchen er so unklug sich gemischt; ferner,die große Beleidigung, welche Frankreich durch seine Wahlzugefügt werden würde. Noch neulich hätten sie, die Für-stcnbcrge, aus dem Munde Marias, welchen sie besucht,die erneuerte Versicherung gehört, daß ein Krieg, dessenÜbel Teutschland empfindlich verspüren sollte, die nächstenErgebnisse der Wahl jenes Fürsten seyn werde, indemman in solchem Fall mit Recht annehmen könne, daß dasReich die Politik und Handlungsweise des österreichischenKabinettes billige. Niemand werde wohl bestreiten, daßnicht das Haus Habsburg im Stande sey, alle Bedürf-nisse, die von der Reichswürde unzertrennlich, zu bestrei-ten; aber die Erfahrung habe auch gelehrt, daß allzumäch-tige Kaiser mehr zu fürchten, als zu wünschen scyen.Wenn Kosten zu decken scyen, die auf Vertbeidignng desReiches sich beziehen, so befänden sich die Glieder dessel-ben wohl noch im Stande, dieser Verpflichtung, ohneösterreichischen Be stand, zu genügen. Für das Reich seyvorteilhafter, in enger Verbindung der Einzelnen untersich, als bei Andern sein Heil zu suchen; die Beschaffen-heit einer vom Ausland her erbetenen Vertheidigung undihr Nutzen für die teutsche Naston liege klar am Tag. DasHaus Österreich werde, auch wenn es des Kaiserthums