Dinge sind der Welt bekannt. Diejenigen Geschichtschrei-ber aber, welche einerseits über die Gebrüder Fürstcnbergden Stab, ihres franzosischen Systemes willen, brechen,und andererseits die Nationalität Baierns hervorheben,dürften durch solche Betrachtungen zn größerer Billigkeitvermahnt werden.
Mit neuen Vollmachten voraus nach Frankfurt geschickt,erklärten Raban von Kanstein und Gottfried vonJena, daß der Churfürst von Köln ernstlich damit um-gehe, dem Hanse Österreich so viele Schwierigkeiten, alsmöglich, zu machen, und daß alle Schuld hieran die Ge-brüder Fürstenberg trügen, welche blindlings ihn beherrschten.
Als der große Churfürst solches vernahm und den Aus-bruch eines neuen Krieges in Teutschland und eine aber-malige Verwirrung aller Verhaltnisse befürchtete, sandteer nach Köln und ließ dem Churfürsten Folgendes zurVeherzigung mittheilen : «Es scheine ihm höchst unzweck-mäßig, in gegenwartiger Lage der Dinge einen Wechselin der Person des Reichs-Oberhauptes vorzunehmen; dieRoth erfordere, daß man an diejenige Familie sich halte,welche allein im Stande sey, aus eigenen Mitteln dasReich zu beschirmen. Er fürchte weit weniger Gefahrenvon Seite dieser Familie, als von gewissen innern Par-teinngen. Die Würde der Wahlfürsten werde zuletzt schlechtbestellt seyn, wenn man. fremder Laune so viel einräume.Schwerlich möchte in Teutschland selbst es Jemanden ge-ben, der so kostbaren Aufwand bestreiten könnte, wennnicht Substdien von Außen her unter die Arme griffen.Zeit darum sey eS, daß dasjenige, was dem Vaterlandezu so großer Beeinträchtigung diene, endlich aufböre.«
Auf dieses crwiederten die ^beiden Fürstenberge, denStachel, der sie treffen sollte, leicht erkennend : «Es reichenicht hin, die kaiserliche Wahlkapitulation einfach zu un«