Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
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der Erzbischofvon Mainz, Philipp von Schönbortt; aberbei weitem wichtiger in der Ausführung entworfener Planewaren die Diplomaten des Erzbischofs von Köln. DieFürstenbergcr, und namentlich Wilhelm, der fortanmeist als erster Minister Maximilian Heinrichs auftritt,und mit Franz Egon in den inncrn und auswärtigenGeschäften genau und nach bestimmtem Plane abwechsc.'e,hatte mit dem Kardinal zu Metz eine gebeime Unterredung,worin die künftigen Operationen besprochen, und den bei-den Brüdern und dem Chnrfürsten selbst die glänzendstenVersprechungen gemacht wurden. Bei dieser Gelegenheitsoll Wilhelm die Garantie des Königs für den nächstenerledigten Rothhut erhalten haben. Bedeutende Geldsummenwurden überdies unbedingt zu seiner Verfügung gestellt,für Anwerbung von Anhängern freies Spiel ihm gelassen.Der Churfürst, sein Herr, selbst empfing auf ein einfachesSchreiben Fürstenbcrgs ein Geschenk von 25,000 Reichs-thalern. Der Franzose, welcher dies berichtet, fügt bei,daß der Diener treuer geblieben sey, als der Herr. ( )

Nach andern Nachrichten hatte auch der Marschast vonGramm ont schon früher zu Köln, bei seiner Durchreise,mit beiden Fürstcnbergen Unterhandlungen gepflogen undsie zu unbedingterer Anhänglichkeit an die Sache des Kö-nigs gewonnen. (') Während Wilhelm auf Mainz undTrier wirkte, war der Bischof von Straßburg nach Mün-chen gegangen, und hatte, im Einverständniß mit demdritten Bruder, Herrmann Egon, die Bearbeitung desChnrfürsten von Baicru übernommen.

(') Die Monarchie Ludewig« XIV. gediegen übersetzt

und kommentier vom geheimen Referendar Rinzg «.Leipzig1830). ein kostbare«, inhaltschwereö Büchlein.

(') Kemoiro» U<z Lrammont.