Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
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auf neutralem Gebiet erworben, in Jahren der Kriegs-bedrängniß Sicherheit und Bequemlichkeit darbot, warder des Schlosses zu Feuerthalm, auf der zürich-schaffhau-sischeu Grenze. Auch dieser ward von den Pappenheimöum leidlichen Preis gewonnen.

Nachdem des Grafen eigener Streit geschlichtet war,hatte er mehrmals Gelegenheit, fremden zu schlichten; soz. B. im Jahre 1642 denfeuigen Georg Ludwigs vonSpeth zu Zwcifalten mit seinen empörten Unterthanenvon Gamertingen, wozu er eine besondere Sendung vomHofe erhalten. (I

Das große Palati nat, welches um dieselbe Zeit ihmzu Theil geworden, (I mochte zwar seinem Ehrgeiz schmei-cheln, konnte aber vor den Unannehmlichkeiten und Ge-fahren nicht sichern, welche das oft wechselnde Krieges-glück in seinem Gcfolg mitbrachte. So erlitt er bri Gele-genheit der Einnahme von Prag durch die Schweden un-ter Königsmark schwere Mißhandlung. Mehr als zwanzigKugeln fielen während der Beschießung in sein Gemach,und eine derselben verwundete ihn leicht. Als die Feindeendlich siegreich und plündernd eingedrungen, zogen sie,nachdem sie aller Baarschaft, Kostbarkeiten und tragbarenMobilien ihn beraubt, buchstäblich bis auf's Hemd ihnans, unter gräulichen Drohungen, und schleppten ihn alsGefangenen und Geisel so lange mit sich herum, bis erdurch 4,vl)<) Reichsthalcr sich zu lösen verhieß. (I Esward zu diesem Behuf in die Landschaften geschrieben unddie getreuen Unterthanen von Wolfach, Haslach und Neu-stadt thaten, trotz der damaligen Verarmung und Kriegs-

(') Schrb. K. Ferdinands III. -I. U. Wien. 17. Nov. (F. H.-A.)(') ^urs-l Null» cl. cl. 10. Nov. 1S42. (F. H.-A.)ft) Belege hjesur im F. H.-A., Nrv. 784.